Mit einer Zapfanlage können Getränke aus großen Vorratsbehältern, meist Fässern, in Gläser oder andere kleine Trinkgefäße gefüllt werden. Zapfanlagen findet man üblicherweise in der Gastronomie oder wo große Getränkemengen ausgeschenkt werden, z.B. in einer Gaststätte.
Die Zapfanlage besteht aus einem Zapfhahn, der betätigt werden kann um die Getränke zu portionieren und der Armatur, um sie an dem jeweiligen Vorratsbehälter anzuschließen. Zusätzlich sind einige Zapfanlagen zusätzlich ausgerüstet um die Getränke zu kühlen oder zu wärmen. Damit das Getränk aus den Vorratsbehältern fließt, ist noch eine Pumpe oder so genannte Bombe nötig, die entweder mit Stickstoff oder Kohlendioxid gefüllt ist. Es gibt Zapfanlagen, wo man selbst die Menge dosieren kann oder dies automatisch geschieht.
Bei den Zapfanlagen gibt es zwei verschiedene Ausführungen. Die erste ist eine Premixanlage. Hier wird der fertige Vorratsbehälter mit einem Steckanschluss mit der Anlage verbunden. Das Getränk ist hier schon trinkfertig in den Vorratsbehältern. Wenn man das Getränk nun zapft, wird das Getränk erst mit der Bombe durch die Kühlung gelenkt und kommt dann zur Zapfanlage. Bei der zweiten Variante, der Postmixanlage, ist dies etwas anders. Wie der Name schon vermuten lässt wird das Getränk hier erst in der Anlage selbst fertig gemischt. In dieser Anlage wird Sirup angeschlossen. Bereits gekühltes Trinkwasser wird bei Bedarf mit Kohlensäure versetzt und beides, der Sirup und das Trinkwasser werden jetzt getrennt voneinander zum Zapfhahn transportiert, wo sich diese beiden Flüssigkeiten vermischen.
Heutzutage gibt es auch Zapfanlagen für zu Hause. Preislich bewegen sich diese von ca. 30 Euro für sehr einfach gehaltene bis zu über 2000 Euro für qualitativ sehr hochwertige Zapfanlagen, die z.B. in der Küche eingebaut werden können und eine Kühlanlage mit Trockenkühlung und allem erforderlichen Zubehör enthalten.